20jähriges Bestehen des MKF mit vielen Veranstaltungen

Silhouette der Spitalkirche in Bad Windsheim
Bildrechte MKF

2026 feiert das Museum Kirche in Franken in Bad Windsheim sein 20jähriges Bestehen unter dem Motto "CARE". Ein umfangreiches Begleitprogramm und die zweitägige Jubiläumsfeier im Juli unter dem Motto „Feiern & Forschen“ zusammen mit dem Förderverein Spitalkirche e. V., welcher seinen 35. Geburtstag feiert, warten auf viele Interessierte, Neugierige und Wissenshungrige. 

Anlässlich des Jubiläumsmottos befasst sich auch die Jahresausstellung "CARE" 2026 mit dem Thema Fürsorge und zeigt verschiedenen Aspekten des spätmittelalterlichen Spitalwesens und dessen weiterer Entwicklung bis hin zur Professionalisierung mit Institutionen wie Diakonie und Caritas.  
 


 

Kunstobjekt zur Ausstellung Kunst zur Passion 2026
Bildrechte Meide Büdel

Vom 15. März bis 6. April 2026 gibt es wieder Kunst zur Passion. Mehr dazu finden Sie hier. Der Eintritt ins Museum ist zu beiden Veranstaltungen frei.

  • Kunst trifft Musik: Sonntag, 15. März, 16.00–16.45 Uhr Anne Barkowski am Cello im Dialog mit den Skulpturen Meide Büdels, dazu die Künstlerin im Gespräch mit der Museumsleiterin Dr. Janette Witt.
  • Feierabend-Führung: Mittwoch, 25. März, 17.30–18.00 Uhr Eine Begegnung mit den Skulpturen Meide Büdels, geführt von Dr. Janette Witt. 

Unter dem Titel „Kunst zur Passion“ werden im Museum Kirche in Franken zur Passionszeit zeitgenössische Werke gezeigt, die zum Innehalten und Nachspüren anregen. In diesem Jahr sind es Skulpturen der Nürnberger Bildhauerin Meide Büdel, die für ihre großformatigen Arbeiten im öffentlichen Raum sowie für ihre Kirchenausstattungen bekannt ist. Stahl, Eisen und Holz sind dabei ihre bevorzugten Materialien. Was Meide Büdel interessiert, ist das Gleichgewicht der Kräfte einzufangen, das sich in einem winzigen Moment offenbart. Ihre Arbeiten sind von höchster Konzentration auf diesen einen Punkt geprägt. Für die Ausstellung hat die Künstlerin Werke ausgewählt, die einen Bogen spannen zwischen den großen Polen unseres Seins: Last, Schwere und Leid – Leichtigkeit, Leben und Hoffnung. Im Kirchenraum entfalten die teils massiven, teils fragilen und meterhohen Skulpturen eine besondere Wirkung, die uns im Innersten zu berühren vermag. Meide Büdels Schaffen ist vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Kunstpreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Plakat zur Ausstellung CARE im MKF
Bildrechte MKF

Vom 9. Mai bis 10. Oktober 2026 gibt es eine Ausstellung zum Thema "CARE"- Fürsorge im mittelalterlichen Spital und heute mit zeitgenössischen Positionen von Bill Viola und Böhler & Orendt

CARE – Englisch für „Sorge“, „Pflege“ und „Obhut“ – war ein mittelalterliches Prinzip, welches in den Spitälern institutionell praktiziert wurde. Die Fürsorge für Andere steht damit in einer langen Tradition bis heute, wo Begriffe wie „Care-Arbeit“ oder „Care-Krise“ eine nicht unerhebliche Rolle in unserer Gesellschaft spielen.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Spitalbewohnern, dem Spitalpersonal und ihrer sozialen Stellung, mit der Ausstattung in materieller und rechtlicher Hinsicht, mit der Betreuung im Spital, mit finanziellen und wirtschaftlichen Aspekten und den religiösen Hintergründen für die Spitäler und deren Betrieb. Was das Alltagsleben im Spital betrifft, spielt der „Windsheimer Spitalfund“ eine große Rolle – ein überregional bedeutender Massenfund mit Geschirr und anderen Gegenständen aus Holz, Keramik, Leder und Glas aus der Zeit um 1500. Die Erkenntnisse, die wir durch Funde und Schriftquellen aus dem mittelalterlichen Spitalwesen ziehen, wirken wie ein Spiegel auf Fürsorgeeinrichtungen der Gegenwart.

Zwei beeindruckende zeitgenössische Positionen nähern sich dem Thema CARE auf sinnlich-emotionale Weise: in der Sakristei wird eine Videoarbeit des amerikanischen Künstlers Bill Viola gezeigt, im Dachstuhl eine mehrteilige Installation des Berliner Künstlerduos Böhler & Orendt.

LOGO Pfingsbrausen
Bildrechte MKF

„ Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm..."
So heißt es in der biblischen Überlieferung zum Pfingstgeschehen.

Das Brausen kündigte die Aussendung des Heiligen Geistes an, der sich in Form kleiner Feuerzungen auf die Köpfe der Apostel
niederließ. Dadurch konnten die Apostel in allen Sprachen sprechen und allen die christliche Botschaft vermitteln. Pfingsten gilt daher als Geburtstag der Kirche.
Um daran zu erinnern, wurde im Spätmittelalter zu Pfingsten eine Taube vom „Heilig-Geist-Loch“ im Chorgewölbe herabgelassen.
Auch die Spitalkirche hat ein solches „Pfingstloch“.

Mit dem jährlich wiederkehrenden Kunstformat Pfingstbrausen knüpfen wir an diese alte Tradition an und inszenieren sie mit modernen Mitteln. In diesem Jahr überrascht die Nürnberger Künstlerin Angelika Huber mit einer interaktiven Performance. Die Installation bleibt bis 5. Juli 2026 zu sehen.

Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, 13.30-14.00 Uhr
Performance mit Angelika Huber
Livestream auf Instagram @fraenkischesfreilandmuseum
Eintritt frei.